„die fabrik“ Gmünd: Leander Kaiser

»Der Unterschied zwischen der Reproduktion und der Präsenz des Bildes im Raum ist durch noch so genaue Fotografie, noch so sorgfältigen Druck nicht zu beseitigen. Denn es ist kein bloß gradueller Unterschied. Das gemalte Original wird durch seine Reproduktion transponiert in das Material und eingeschlossen in die Oberfläche eines anderen Mediums. Die bildliche Information wird von ihrem stofflichen Träger abgezogen und auf eine relativ kleine, saubere und glatte Papierseite übertragen. Die Rauheit des Originals und die Beziehung des Bildes in seiner wahren Größe zum Betrachterraum geht verloren. Das gilt ganz besonders für Bilder wie die meinen.«

Leander Kaiser ist Bildermacher und als solcher durch zahlreiche Ausstellungen und Publikationen bekannt (zuletzt: „derLeander – eine Reise durch das malerische Werk von Leander Kaiser“, Wien 2012). Daneben hat er immer wieder über Künstler und Kunsttheorie publiziert, Symposien organisiert, war Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen und Mitherausgeber von kunsttheoretischen Sammelbänden (zuletzt: „Die ästhetische Gnosis der Moderne“, Wien 2008). Geboren 1947 in Innsbruck (Zwillingsbruder Konstantin Kaiser), hat er zunächst an der Akademie der bildenden Künste in Wien Malerei, dann an der Universität Wien Philosophie, Soziologie und Kunstgeschichte studiert. Aktivist der 68er-Bewegung, Mitbegründer der „Gruppe Hundsblume“ (mit Robert Schindel, seinem Bruder u.a.). Er lebt als freischaffender Künstler und Publizist in Wien.

Eröffnung

10. August, 16 Uhr


Ausstellungszeitraum

11. August - 22. September 2019

„die fabrik“
im 2. Stock der Eisenberger Fabrik
Litschauerstr. 23
3950 Gmünd

Öffnungszeiten: samstags, sonn- und feiertags 11 –17 Uhr