Die Ausstellung „Zwischen Feier und Erstarrung“ untersucht jene Wahrnehmungsräume, in denen das Vertraute seine Kontur verliert und Stück für Stück ins Unheimliche kippt. Silhouetten erscheinen bekannt, doch der Körper wirkt fremd, fragmentiert, entzogen.
Angelehnt an das Gefühl, wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen, wird der eigene Habitus fremd und die Körperwahrnehmung intensiviert.
Sehen wird Rauschen, Stille breitet sich aus.
Ein Puls in den Fingerspitzen, ein hohes Zischen im Ohr.
Die Arbeiten beziehen sich auf Erinnerungen an die eigene Kindheit; familiäre Rituale, Festlichkeiten und wiederkehrende Bilder des Zusammenkommens. Identitäten bleiben unklar: verdeckte Gesichter, schattenhafte Körper, Situationen zwischen Bewegung und Stillstand. Die Malerei untersucht Erinnerung als gegenwärtige Konstruktion. Die Bilder entstehen in einem offenen Prozess, in dem Formen auftauchen, sich aufösen oder als Spuren bestehen bleiben. In diesen Schichtungen überlagern sich Wahrnehmung und Erinnerung, bis eine fragile Ordnung sichtbar wird.
Aralovs Malerei hält jene Zwischenzustände fest, in denen das Eindeutige brüchig wird und flüchtige Eindrücke sich in offene, atmosphärische Bildräume verwandeln.
Die Eröffnung in Bildern:
