In ihrer Ausstellung präsentiert Alexandra Kontriner einen Querschnitt ihres Schaffens der letzten Jahre. In Aquarellen, Zeichnungen und Glasobjekten, die auf Basis intensiver Naturbeobachtungen und Recherchen entstehen, setzt sie sich mit Prozessen ökologischer Veränderung und Anpassung auseinander.
Dies zeigt sich sowohl in den maßstabsgetreuen Insektenzeichnungen zum Thema Biodiversität, die sie seit Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit anfertigt, als auch in der Serie „Pioniere”, welche die regenerative Kraft urbaner Pionierpflanzen würdigt. Die filigranen und detailreichen Bilder zeichnet und malt Kontriner nach Modell mit Bleistift und Aquarellfarbe. Sie kombiniert sie mit thematisch zugehörigen, großformatigen und atmosphärisch dichten Schwarz-Weiß-Aquarellen, die Berglandschaften, Wolkenformationen oder städtische Brachflächen darstellen. So auch in einer weiteren Arbeit, die sich mit den komplexen Wechselwirkungen von Mensch und Umwelt auseinandersetzt: Thema ist der Axolotl, eine endemische Amphibienart aus Mexiko, die aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften als Labortier weltweit verbreitet ist, in ihrer Heimat jedoch als nahezu ausgestorben gilt. Durch die Installation von Glasskulpturen erweitert Kontriner ihre Arbeit in die dritte Dimension. So entsteht ein großes Ganzes, in dem die Künstlerin versucht, ein Naturerleben mit künstlerischen Mitteln erfahrbar zu machen.
