NöART: Realität ins Bild bringen

Der französische Künstler Gustave Courbet stellte sich Mitte des 19. Jahrhunderts dem vorherrschenden Akademismus revolutionär entgegen und forderte, dass die Kunst nicht länger ihren Gegenstand in der (verklärten) Vergangenheit suchen solle, sondern sich mit der Gegenwart auseinandersetzen müsse. Daraus entstanden die Neue Sachlichkeit, der Magische Realismus, der Surrealismus, der Expressionismus. Und nach dem Zweiten Weltkrieg die Wiener Schule des Phantastischen Realismus, der Fotorealismus und die Malerei der „Neuen Wilden“.

So zeigt die Ausstellung Grafiken von Otto Dix, der wie kein anderer seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieges verarbeitet hat, Werke von Edgar Ende, dem Vater von Michael Ende, der von der Wirklichkeit einer geistigen Welt jenseits unserer sinnlichen Wahrnehmung überzeugt war, sowie die frühen Holzschnitte von einem der bekanntesten Druckgrafiker Österreichs, Erich Steininger.

Alle teilnehmende KünstlerInnen verbindet, dass sie in ihren Gemälden, Papierarbeiten, Skulpturen und Objekten individuelle Erfahrungen der Gegenwart reflektieren, ihr eigenes Bewusstsein mit ins Bild bringen und Realität als politisch und gesellschaftlich veränderbar erkennen.

Eröffnung

10. August 2019, 19 Uhr

Ausstellungszeitraum

11. August - 15. September 2019

 

Konzept und Kuratierung: Hartwig Knack

Mit: Bettina Beranek, Otto Dix, Edgar Ende, Wolfgang Grinschgl, Alina Kunitsyna, Felix Malnig, Stylianos Schicho, Ragna Sichelschmidt, Loretta Stats, Erich Steininger, Katharina Szepannek, Bernhard Tragut, Brigitte Trieb, Judith Wagner, Bruno Walpoth, Jenny Watson

www.noeart.at