Das war: Julia Faber

“Ich kreise in meinen Arbeiten um die These, dass sich die Optimierungen des Menschen nach einem tiefsitzenden, göttlichen Idealbild richten, dass das kulturell präsente Ideal die technische Entwicklung dadurch bedingt, dass es das körperliche Wunschbild des westlichen Menschen formt. Dieses Wunschbild beeinflusst die willentliche, evolutionäre Tendenz, die eingeschlagen wird. So versuche ich einem Streben der menschlichen Natur auf den Grund zu gehen.

Was macht ein Lebewesen aus? Was ist der Unterschied zwischen einer Maschine mit Bewusstsein und einen Tier? Diese Fragen führen mich zu initialen Handlungen, Instinkten und Trieben, die ein Lebewesen ausmachen, wie Hunger, Tod oder der Fortpflanzungstrieb. Ich konfrontiere Roboter mit diesen starken, lebensnotwendigen Bedürfnissen, die massiv dazu beigetragen haben, die Lebewesen auf dieser Erde so zu entwickeln wir wir sie heute kennen.

Alle Roboter, die ich darstelle sind real produzierte Maschinen, die tatsächlich existierten. Es geht mir nicht um einen Science Fiction Ansatz, sondern darum, eine reale Entwicklung in den Fokus zu rücken und greifbar zu machen.”

– Julia Faber

Die Eröffnung in Bildern:

Eröffnung

12. Oktober 2019, 19 Uhr

Ausstellungszeitraum

13. Oktober - 17. November 2019

 

Julia Faber (*1984, Wien)
Studium an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, Prof. Johanna Kandl, Studium der Kunstgeschichte; Fotografie an der Höhere Graphische Bundes Lehr- und Versuchs-anstalt Wien; Residencys im „Das Spectrum“ Utrecht (NL), Sussman-Grant 2011, Fohn-Stipendium Wien

www.juliafaber.com