Joannis Avramidis

Joannis Avramidis (1922 – 2016) ist bekannt für Skulpturen, in denen er, der griechischen Proportionslehre folgend, nach strengen Gesetzmäßigkeiten ein konzeptuelles Menschen-bild konstruierte. Damit orientierte er sich an Theorien der Antike und der Renaissance: Er sah die Klassische Antike als vorbildhaft an; Demokratie und Versammlungsorte der Polis bildeten gesellschaftliche Bezugspunkte für sein Werk. Bekannt ist der Künstler vor allem für seine zum Teil lebens- und überlebensgroßen Skulpturen aus Bronze, die eine normative Ästhetik verkörpern. Joannis Avramidis bezieht sich dabei vorrangig auf die menschliche Figur und behält auch bei weitgehender Abstraktion immer den Bezug zur Gestalt und Haltung des Menschen bei. Von 1968 bis 1992 lehrte Avramidis an der Akademie und prägte dadurch Generationen Studierende. Das künstlerische Werk des „Austrogriechen“ Avramidis umspannt mehr als sechzig Jahre.

Eröffnung

18. Juni 2022, 19 Uhr

Ausstellungszeitraum

18. Juni bis 24. Juli 2022

 

Joannis Avramidis (1922 – 2016)

studierte von 1945 bis 1949 Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien und von 1953 bis 1956 Bildhauerei bei Robin Christian Andersen und Fritz Wotruba. Er vertrat Österreich bei der Biennale von Venedig 1962. 1965/66 lehrte er an der Wiener Akademie, wo er von 1968 bis 1992 als Professor tätig war. 1964 erhielt er den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst, 1973 den Großer Österreichischer Staatspreis für Bildende Kunst und 1985 Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst.