Das war: Jeremias Altmann

Die Innereien der Geräte sind nicht angefertigt, um gesehen zu werden. Eher werden sie sorgfältig vor uns verborgen. Ihre anatomische Komplexität findet im Geheimen statt. Und selbst, wenn wir ständigen Einblick in die Leiber der Apparaturen hätten, benötigt es technisches Verständnis auf höchstem Niveau, um den verworrenen Strukturen ihres Innenlebens deutliche Lesbarkeit abzuringen. Spätestens der jüngste Umbruch von der Mechanik hin zur Elektronik erlaubt uns als Laien absolut keine Rückschlüsse mehr über die tatsächliche Funktionsweisen. Unsere Vorstellung ehemals physikalischer Abläufe wird mit zunehmender Digitalisierung mehr und mehr abstrakt. Als einzige Feststellung bleibt uns die ästhetische Beobachtung einer stufenweisen Transformation der Zahnräder und Antriebsriemen, in ein Gewirr von Drähten und Platinen.

In seiner Ausstellung MACHINES 019 verschafft sich Jeremias Altmann systematischen Überblick. Seine unnachgiebige Faszination für Apparaturen und deren verborgene Mechanismen verursachte ein kleines Archiv an Zeichnungen und Druckgraphiken, dem sich nun auch zwei Kurzfilme beimengen, die im Rahmen der Ausstellung zu sehen sein werden.

Die Eröffnung in Bildern:

Fotocredit: Eröffnung: © Barbara Herbst Photography
Fotocredit: Installationsansicht: © Jeremias Altmann

Eröffnung

13. April 2019, 19 Uhr

Ausstellungszeitraum

14. April - 26. Mai 2019

 

Jeremias Altmann (*1989, Wien)
2007 – 2011: WienerKunstSchule (Schwerpunkt Tiefdruck), 2010 – 2015: Universität für Angewandte Kunst Wien (Klasse für Graphik und Druckgraphik), Ausstellungen in Österreich, Frankreich, Deutschland, England, Ungarn, Serbien, Indien, Kanada und China. Seit 2006 intensive Auseinandersetzung mit Graffiti und Streetart.

www.jeremiasaltmann.at