Barbara Höller

Auf der einen Seite ist da das optische Interesse an Raum und Fläche, Linie und Abstand. Wie viele Linien braucht es, um in der Fläche einen Raum zu konstruieren? Wie klein kann der Abstand zwischen Linien sein, um noch als Abstand empfunden zu werden, und ab wann wird der Abstand zur Linie und die Linie zum Abstand? Und dann ist da eben ganz entscheidend noch die Interpretation. Das, was das Werk an die Welt anbindet, was sie von einer leeren Formel sozusagen zur „angewandten“ Kunst macht – Erzählungen und Aussagen, ausgedrückt in Bildformeln. Barbara Höller hat da immer etwas Bestimmtes im Sinne, aber für die anderen möchte sie es offen lassen – jedeR soll seine/ihre eigene Interpretation haben. Die Bildtitel liefern nur Hinweise und Anregungen. Barbara Höller möchte animieren zum Hinschauen, zum Weiterdenken, weiter werden. Sie möchte – in jeder Hinsicht – Räume öffnen.

– Clara Kaufmann, 2020

Eröffnung

30. Juli 2022, 19 Uhr

Ausstellungszeitraum

30. Juli bis 4. September 2022

 

Barbara Höller (*1959, lebt und arbeitet in Wien, Krems/NÖ und Bazsi/Ungarn)

Studium an der Hochschule für angewandte Kunst Wien und an der Universität Wien (Mathematik). Zahlreiche Preise und Stipendien. Mitarbeit in mehreren Kunstkollaborationen und kuratorischen Projekten. Seit 2016 Leitung Ausstellungsraum sehsaal in Wien. Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

 

barbarahoeller.at